Mit diesen 5 Tipps steigerst du deine Produktivität


Ein typischer Nachmittag im Leben eines Selbstständigen


Dein E-Mail-Fach quillt über mit ungelesenen Nachrichten. Jede Mail fordert eine Antwort, eine schnelle Entscheidung von dir. Das ist für unseren Verstand Stress pur – dem du dich aber zum Glück dadurch entziehen kannst, dass gerade dein Telefon klingelt.


Mitten im Telefonat fällt dir ein, dass du ja noch neues Druckerpapier kaufen wollest. Wo ist jetzt gleich die Einkaufsliste hin? Du suchst sie mit dem Telefon zwischen Kopf und Schulter und räumst bei der Gelegenheit gleich mal die Schreibtischschublade auf.


Als die Feierabendzeit näher rückt, hast du 12 Small-Talk-E-Mails beantwortet, drei Telefonate geführt, deinen Schreibtisch aufgeräumt und deine Einkaufsliste verlängert.


Und deine große Vision, an der du eigentlich arbeiten wolltest? Dazu bist du nicht gekommen.

Kein Wunder, dass du am Abend zum einen völlig frustriert und zum anderen völlig erschöpft bist. Erkennst du dich wieder? Dann atme einmal tief durch und freu dich auf die folgenden 5 Tipps, die dir helfen werden, deine Produktivität zu steigern und zielgerichteter und mit mehr Energie an deiner Vision zu arbeiten.



TIPP #1 Tschüss Multitasking


Wir erledigen mehrere Dinge gleichzeitig – E-Mails, Telefonate und das Aufräumen der Schublade – in der Hoffnung, unsere Produktivität zu steigern und dadurch Zeit zu sparen. Davon hat man als Selbstständiger schließlich immer zu wenig, richtig?


In der Theorie klingt diese Lösung gut – und der Zauberbegriff dafür heißt „Multitasking“. Er entwickelte sich in der EDV der 60er-Jahre. Programmierer entdeckten, dass sich Effizienz erhöhen ließ, indem Mikroprozessoren mehrere Anwendungen gleichzeitig ausführten.


Warum aber sehnen sich heute die meisten Menschen danach, perfekte Multitasker zu sein? Haben wir Angst vor einer verpassten Meldung, einer nicht gespeicherten Info, einer nicht sofort beantworteten E-Mail an den Kunden?


Oder ist es das Gefühl, immer und überall erreichbar sein zu müssen? Warum wir uns schnell von Multitasking verabschieden sollten und was wir besser machen können, zeigt uns die Wissenschaft.


Mythos „Multitasking zur Produktivitätssteigerung“


Wissenschaftliche Studien belegen, dass unser Gehirn nicht zum Multitasken geschaffen ist. Es kommt sogar noch schlimmer: Multitasking kann langfristig Schäden im Gehirn verursachen.


In einer Studie aus dem Jahre 2009 forderte Stanford-Wissenschaftler Clifford Nass 262 College-Studenten in einem Experiment heraus: Sie sollten zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln, wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden und sich Dinge merken.


Das Ergebnis der Studie: Chronische Multitasker schnitten bei allen drei Aufgabenstellungen miserabel ab! Nichts mit gesteigerter Produktivität.



Was kannst du also tun? – Die 20-Minuten-Empfehlung


Neurowissenschaftler der French Medical Research Agency Inserm empfehlen ein

„20-Minuten-Vorgehen“.


Anstatt im Minutentakt von Aufgabe zu Aufgabe zu springen, konzentriere dich 20 Minuten auf eine Aufgabe, um deine Produktivität zu steigern.


Wie gehst du nun aber damit um, dass ständig neue Nachrichten auf dich niederprasseln?

Gloria Mark von der University of California und ihr Kollege Stephen Voida empfehlen, die Funktion für (E-Mail-)Benachrichtigungen konsequent auszuschalten und Nachrichten zu fest vorgegebenen Zeiten nur ein paar Mal am Tag zu checken. Das vermindert Stress, vermeidet Multitasking und verbessert deine Konzentration.



TIPP #2 Ausreichend schlafen


Das mag sich erst einmal simpel anhören, doch hier liegt oft der Hase im Pfeffer: zu wenig Schlaf. Mach dir bewusst, wie essenziell guter und ausreichender Schlaf als Basis für deine Leistungsfähigkeit ist.


Wenn du nicht ausreichend (gut) schläfst,

· … sinkt deine Effizienz bei der Arbeit

· … wirst du anfälliger für Krankheiten

· … nehmen deine kreativen Fähigkeiten ab

· … denkst du weniger flexibel

· … fällt es dir schwerer, neue Ideen zu generieren


Die National Sleep Foundation in den USA empfiehlt 7 bis 9 Stunden Schlaf. Auch wenn viele Manager angeben, 6 oder weniger Stunden zu schlafen, zeigen Studien, dass Top-Performer mindestens eine Stunde mehr schlafen als die weniger Erfolgreichen.



Tipp #3: Entspannter schlafen


Überlege, was du in den Stunden vor dem Schlafengehen machst: Ruhige und entspannende Aktivitäten sollten im Mittelpunkt stehen. Spätestes 30–60 Minuten, bevor du das Licht ausschaltest, sollte deine Ruhezeit beginnen – zum Beispiel mit Relax-Musik, einem entspannenden Bad, einer Meditation oder einem guten Buch.


Wenn du nicht durchschlafen kannst, lege dir vorsorglich einen Block und Stifte bereit. Sobald du aufwachst, nimm dir den Block und schreibe alles auf, über das du dir gerade Sorgen machst. „Ängste parken“ wird diese Methode genannt – und sie hilft dir wunderbar, dich zu beruhigen und einen guten Schlaf zu finden. So kannst du viel entspannter und produktiver in den nächsten Tag starten



TIPP #4 Tägliche Mini-Retreats


Eine Selbstständigkeit aufzubauen, braucht so viel mehr als nur „stures Abarbeiten“ (auch wenn viele von uns im Angestelltenverhältnis genau das gelernt haben).


Kreativität, neue Einsichten und wahre Innovation sind sehr wichtig dafür, dass wir unsere Produktivität steigern und dadurch unsere ganz eigene Vision verwirklichen können.

Die Fähigkeit zu solchen kreativen und tiefen Einsichten kannst du erreichen, indem du deine rechte Gehirnhälfte trainierst. Die Kapazität der rechten Gehirnhälfte unterstützt kreatives Denken, Offenheit, Neues zu lernen und Empathie zu entwickeln.


Wie kannst du einen besseren Zugang zu deiner rechten Gehirnhälfte erlangen?

  • werde langsamer und beruhige deinen Geist

  • erlaube dir Tagträume

  • beweg dich in der Natur

Finde einen guten Rhythmus zwischen aktiven und eher ruhigen Phasen. Bringe Abwechslung in deine Aktivitäten. Das ist ein guter Weg, um deine Produktivität zu steigern.



TIPP #5 Plane feste Zeiten ein


Du wirst schnell Fortschritte machen, wenn du deine Mini-Retreats regelmäßig in deinen Alltag einbaust. Plane in deinem Tagesablauf feste Zeiten ein, auf die du dich freust.

Starte am Anfang mit kürzeren Zeitfenstern. Das hilft dir, dranzubleiben.


Der Wechsel zwischen aktiver und ruhiger Entspannung wird dir helfen, produktiver zu arbeiten. Beide Methoden unterstützen dich dabei, kreativer zu werden und tiefere Erkenntnisse zu gewinnen.



Der wichtigste Rat für mehr Produktivität und Energie: Fang an!


Nimm dir daher abschließend Zeit für ein kleines Commitment: Wähle dir eine Übung aus diesem Artikel aus und versprich dir selbst, diese regelmäßig umzusetzen. Wetten, dass du schon nach kurzer Zeit eine Veränderung in deiner Arbeitsweise feststellst?


Ganz besonders freue ich mich über einen Kommentar: Was hast du dir vorgenommen? Welches Commitment ist dir wichtig?

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